#2 - APA-Chefin Maria Scholl über KI, Geld und die Zukunft der APA

Shownotes

Maria Scholl ist seit 2023 Chefredakteurin der Austria Presse Agentur und hat nun die Geschäftsführung der APA übernommen. Sie folgt auf Clemens Pig, der ab 2027 als Generaldirektor den ORF leitet. In der zweiten Folge von "in medias res" spricht sie mit Martin Wurnitsch und Stefan Kaltenbrunner über ihren Weg von der Kulturredakteurin an die Spitze der Nachrichtenagentur und darüber, wie künstliche Intelligenz die Nachrichtenökonomie verändert.

Für Scholl ist die größte Bedrohung des Journalismus die Ressourcenfrage. Ihre These: Wer von Unabhängigkeit spricht, muss über Geld reden. Die APA sieht sie als Anfang der journalistischen Lieferkette, deren Originaldaten im KI-Zeitalter wichtiger werden. Sie geht davon aus, dass die ersten Nutzer von APA-Nachrichten künftig oft keine Menschen mehr sind, sondern KI-Agenten.

Außerdem im Gespräch: Frauen an der Spitze österreichischer Medienunternehmen, Kooperationen zwischen ORF und Privatmedien, wie die APA-Redaktion KI einsetzt, warum Europa bei der Regulierung von KI gefordert ist, politischer Druck auf die Agentur und der Vorwurf, etablierte Medien würden in einer Blase berichten. Und auf die Frage nach eigenen Ambitionen Richtung ORF hat Scholl eine klare Antwort.

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00:00:00: Wenn jemand von Unabhängigkeit spricht, denke ich an Geld.

00:00:03: Und das ist auch nicht ganz falsch?

00:00:06: Das klingt sicher ein bisschen schmöde – aber so ist

00:00:17: es!

00:00:26: Willkommen zu InMedia's Race dem neuen Medien-Talk von Horizont.

00:00:30: Unser Gast in der zweiten Folge von InMedias Race Maria Scholl Seit vergangener Woche nun offiziell bestätigte Geschäftsführerin der Austria Presse-Agentur Kurzabba.

00:00:40: Zuvor war Maria Scholl Schäfredakteurin, der Nachrichtenagentur.

00:00:45: Ihre Position als Geschäftsführerin hat sie von Clemens Peak übernommen – der ja Anfang kommenden Jahres als Generaldirektor zum ORF wechseln wird!

00:00:54: Frau Scholz, Sie haben im Jahr zwei Tausendzehnte als Fixeredaktörin bei der APA begonnen.

00:00:57: Wir waren vor acht Jahren Newsmanagerin, vor drei Jahren Chefredakteurin und sind jetzt Geschäftsführerin.

00:01:01: Es ist ein fast unhalv aufhaltsamer Aufstieg.

00:01:05: Sind Sie selbst ein bisschen überrascht wie schnell die einzelnen Karriere Schritte innerhalb dieser Organisation oder innerhalb der APAA gegangen sind?

00:01:15: Ja sehr!

00:01:16: Also ich habe auch keinen einzigen davon so richtig aktiv angestrebt Aber ich glaube, es spricht für die Appa.

00:01:25: Dass da auch immer wieder Positionen frei werden, weil Personen, die bei uns Gutes tun, auch anderswo hingehen und es dann nach dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen gibt dass man dafür gerüstet ist.

00:01:42: Ich glaube das bin jetzt nicht so ein Einzelfall sondern das ist etwas was in unseren Unternehmen durchaus Kultur und Tradition hat.

00:01:49: Was treibt sie denn eigentlich an?

00:01:51: Ganz... persönlich gesprochen.

00:01:53: Was ist Ihre Motivation?

00:01:55: Das hat sich sehr stark geändert, ich denke darüber auch momentan immer wieder nach, wo ich jetzt in der Geschäftsführung bin und mir natürlich viele auch Wegbereiter, Wegbegleiter und Wegbereite von früher eben gesagt haben du warst doch Kulturredakteurin und das macht dir das überhaupt Spaß jetzt da mit den Zahlen und dem Budgets und den Verhandlungen und früher warst du in der Oper und im Museum und hast so schöne Texte darüber geschrieben.

00:02:21: Und dann sage ich, ja das stimmt natürlich.

00:02:23: Das hat mir vielleicht in gewisser Weise mehr persönliche Freude Tag für Tag bereitet.

00:02:30: aber ich glaube, ich könnte das jetzt nicht mehr weil ich merke wie viel größer die Wirksamkeit ist, wie viel grösser die Notwendigkeit auch ist im unserer Branche auch in diesem Unternehmen sozusagen auf einer strategischen Ebene weichen zu stellen mutige Weichen zu auch prinzipiengeleitete Veränderungen herbeizuführen.

00:02:54: Und dieser Hebel, diese Wirksamkeit ist dann schon etwas was mich sozusagen abseits von meinen ganz individuellen persönlichen Interessen an den schönen Künsten oder an der schönen Philosophie irgendwie zu faszinierend gegangen hat immer mehr und was mich mittlerweile stärker antreibt als alles andere.

00:03:12: Wo liegt eigentlich der Reiz für Sie vom Agentuschanalismus im Vergleich zur TV-Tageszeitung in der dort Magazinen?

00:03:18: Ist das ja weniger glamourös!

00:03:20: Ja, der Glamour Faktor ist es tatsächlich auch nie gewesen, der mich daran begeistert hat.

00:03:25: Der Agenturjournalismus ist von seinem Wesen her der Anfang der journalistischen Lieferkette und gerade in einer Zeit, in der wir erleben dass die journalistische Liefer vor allem aber auch Wertschöpfungskette dramatisch verkürzt und verändert wird durch den Aufstieg von künstlicher Intelligenz, ist dieser Einsprungspunkt an dem Journalismusinform von der Aufbringung originaler Informationen, von originalen Daten.

00:03:56: Von echter unmittelbarer Zeugenschaft draußen auf der Straße wo das hineinkommt in sozusagen die Nachrichtenökonomie.

00:04:04: Das ist aus meiner Sicht eigentlich ein immer wichtiger werdendes Feld geworden Wo wir auch einen wahnsinnig wesentlichen gesellschaftlichen Auftrag haben Der eigentlich allen technologischen, radikalen Veränderungen zum Trotz unverändert geblieben ist und glaube ich eher sogar noch weiter an Bedeutung gewinnt.

00:04:26: Wann Sie eigentlich früher schon mehr Manager sind oder Journalisten?

00:04:30: Wie haben sie sich selber definiert?

00:04:32: Als Chefredakteurin.

00:04:33: Also grundsätzlich ist es schon so dass die APA wahrscheinlich anders als sagen wir eine Tageszeitung durch ihre Größe-und Vielfalt der Geschäftsfelder Aber News ist ja nur eines von drei großen Geschäftsölden, aber in der Chefredaktion auch schon sehr viel kaufmännische Autonomie verankert hat.

00:04:56: Also ich habe sicher in meiner früheren Rolle schon vieles von dem gemacht was in einer Tageszeitung Chefredakteur und Geschäftsführer gemeinsam tun.

00:05:08: Auch deshalb weil bei uns natürlich ein anderer die Geschäftsführung ein bisschen in eine andere Ausprägung hat, wir verkaufen beispielsweise keine Anzeigen.

00:05:17: Stichwort journalistische Unabhängigkeit etc.

00:05:20: Das heißt ja Wechsel sozusagen von der Chefredaktion in die Aber-Geschäftshörung ist weniger ein Wechsel der Funktion im selben Aufgabenbereich sondern eigentlich wirklich auch ein wechsel des Aufgabenbereiches.

00:05:35: wenn man einfach Von der inhaltlichen unkaufmännischen Verantwortung für den Nachrichtenbereich, in die inhaltliche und kaufmähnische Verantwortung für drei große Geschäftsbereiche neben Nachrichten eben auch Kommunikationsdienstleister zu sein.

00:05:49: Und drittens Technologie-Dienstleister zu sein – das ist eigentlich die wirkliche Veränderung.

00:05:54: um nicht so sehr die Frage Management oder Nicht?

00:05:56: Diese Verantwortung für Budgets, für die Ergebnisse.

00:05:59: hat das eigentlich auch ihren Blick auf den Journalismus selbst verändert?

00:06:03: Ja, schon.

00:06:04: Wir haben immer das Selbstverständnis gehabt, dass unsere redaktionelle Unabhängigkeit durch unseren wirtschaftlichen Erfolg und unserer wirtschaftliche Unabhängigkeit gesichert wird.

00:06:16: Ich glaube, es ist wahrscheinlich auch jeder einzelne Journalist, jeden einzelnen Journalist im Newsroom sagen würde und bestätigen würde – wir sind immer sehr stark davon ausgegangen -, dass wir refinanzierbar sein müssen, um nicht den Abhängigkeiten zu geraten, sei es von staatlichen Stellen oder anderen Förder geben.

00:06:37: Ich glaube, dass sich die größte Bedrohung für den Journalismus und die journalistische Unabhängigkeit – und ich glaube das sieht mittlerweile auch jeder – die Ressourcenfrage ist.

00:06:48: Und wenn wir nicht mehr in der Lage sind, ein auch personelles und ressourcengegengewicht darzustellen zu dem Framing, zur Erzählung von Politik oder Unternehmen, von Kommunikatoren, von professioneller PR kommt Dann ist unsere Unabhängigkeit wirklich sehr, sehr stark in Gefahr und deswegen sehe ich die... wenn jemand von Unabhähigkeit spricht, denke ich an Geld.

00:07:14: Und ich glaube das ist auch nicht ganz falsch!

00:07:19: Das klingt sicher ein bisschen schnöde, aber so ist es.

00:07:22: Wenn ich richtig zähle sind sie eine von nur drei Geschäftsführungen im Große Österreichischen Medienunternehmen und das ist im Prinzip bei mir total traurig zu erwähnen dass Frauen an der Spitze vom Medienunternehmen immer unterrepräsentiert sind.

00:07:35: Was sagt das über die Branche?

00:07:37: Weiß ich nicht!

00:07:38: Ich glaube, nicht, dass in vielen Branchen so viel anders ist... ...ich glaube, dass es damit zu tun hat, dass der österreichische Mediensektor von seinen Führungsverhältnissen schon ein sehr traditioneller ist.

00:08:01: Aber ich erleb's, offen gestanden.

00:08:03: Ich bin auch in einigen anderen Branchen unterwegs und ich erlebs jetzt nicht als eine große Ausnahme.

00:08:09: Frauen sind nach wie vor auch in Unternehmen wo Frauen in der Belegschaft oder vielleicht sogar im mittleren Management in der Mehrzahl oder zumindest in einem ausgebobenen Verhältnis stehen sind den obersten Führungsetage immer noch und fast überall wahnsinnig unterrepräsentiert.

00:08:27: Ich glaube, es hat vielleicht auch damit zu tun dass die österreichische Medienbranche eben eine österreichisch Branche ist.

00:08:32: Ich glaube das Österreich da auch im internationalen Vergleich ohne dass sich jetzt da die Zahlen parat hätte, die das untermauern würden aber mein Gefühl wäre das Österreich insgesamt nicht besonders egalitär aussteigt.

00:08:44: Also was schon bemerkenswert ist ihre Nachfolgerin als Chef-Redakteurin ist Katja Schell und die Abweist glaube ich jetzt tatsächlich das einzige Medienunternehmen wo's eine weibliche Doppelspitze gibt.

00:08:55: In der Form macht das was mit dem Unternehmen, bewirkt das was?

00:09:01: Spenden Sie andere Vibes sozusagen.

00:09:03: Das müssten Sie wahrscheinlich jemand anderem im Unternehmen fragen.

00:09:08: Ich glaube es macht etwas und ich glaube die Tatsache dass ist auch das Zeichen, dass es schon etwas gemacht hat.

00:09:15: Wir waren ja auch schon eine sehr weibliche Chefredaktion.

00:09:18: Auch meine andere Stellvertreterin ist unsere Polar-Gnittelfender Ist ja weiblich, bei Christian Kneil haben wir das sozusagen den einzigen Mann in der Chefredaktion gehabt.

00:09:28: Denen schon in den letzten drei Jahren und das ist aber eine Weichenstellung die es nicht von mir ausgegangen sind sondern von meinen Vorgängern und zwar sowohl, da kann ich sowohl den Clemens Pickers auch den Johannes Gruppenwerber Lobrander Wienern Die beide dass den Mangel an weiblichen Führungskräften in der Abwehr sehr ernst genommen haben da wirklich sehr konsequent darauf hingearbeitet haben, das zu beheben und das zu ändern.

00:09:56: Ich glaube der Johannes Bruckenberger hat in seinen Jahren als Chefredakteur jede einzelne redaktionelle Führungsposition einer Frau besetzt.

00:10:05: Das ist also kein Zufall sondern das ist das Resultat einer ganz klaren Politik, die dann auch – und das finde ich schon faszinierend – die nach kürzester Zeit auch wieder sozusagen nicht mehr notwendig war.

00:10:18: Also ich musste keine sozusagen gender egalitätsangetriebenen Personalentscheidungen mehr treffen, weil schon nach wenigen Jahren wo man das konsequent gemacht hat war das Spielfeld sozusagen auf Deutsch.

00:10:38: Und dann ergibt sich das Dance von allein.

00:10:41: also ich bin der Meinung dass ich nicht Chefredaktorin und nicht CEO geworden bin, weil ich eine Frau bin.

00:10:47: Generell zu ihren Plänen Welche Akzente möchten Sie in der App ersetzen, was ist so Ihr grob gezeichnetes Bild Ihrem Masterplan?

00:11:01: Wir haben grundsätzlich auch für den Einstieg in unsere nächste Strategieperiode ein bisschen drei Felder definiert wo wir einen klaren Auftrag sehen.

00:11:13: Das eine ist wir sind eine Genossenschaft, wir sind ein Mitglieder-Medium, ein Gemeinschaftsunternehmen an der österreichischen Medienbranche und haben da einen genossenschaftlichen Auftrag zu erfüllen.

00:11:25: Jetzt ist die ABBA im vergangenen Jahr, in einem heurigen Jahr, achtzig Jahre alt geworden.

00:11:31: Und so sehr ich glaube das es die ABTA braucht wie nie zuvor, ist es aber trotzdem so dass sie natürlich unter radikal anderen Bedingungen gegründet wurde von ihren Mitgliedern, die heute um die radikal andere Bedingung ihre Arbeit machen müssen.

00:11:45: Deswegen ist die Übersetzung von diesem genosstschaftlichem Grundauftrag Ins Heute eine Sache und eine Aufgabe, die für uns nie aufhört und die wir permanent meutun müssen.

00:11:55: Wir haben das auch immer sehr erfolgreich getan – noch meine Vorgänge haben das sehr erfolgreich – aber es ist jetzt schon wieder so.

00:12:02: ein Punkt mit diesen massiven Disruptionen, die wir durch die Verwandlung unserer Informationsökonomie in diese Intelligence-Economie erleben, wo wir ganz klar die Frage stellen und Antworten darauf geben müssen, was bedeutet es ein Gemeinschaftsunternehmen für seine Mitglieder zu sein in der Informationsökonomie, die wir heute haben.

00:12:24: Also diesen genossenschaftlichen Grundauftrag wirklich als etwas zu lieben das in die Zukunft gerichtet ist, dass ein Zukunftspakt auch ist mit unseren Mitgliedern wo wir uns auch dazu bekennen ein hochadaptives Portfolio an Dienstleistungen anzubieten.

00:12:38: Das zweite und das hängt ganz intensiv damit zusammen, ist eben die Frage wie werden wir oder wie bauen wir unsere Rolle als Intelligence Provider, als KI-Infrastruktur dieses Medienstandorts noch weiter aus?

00:12:51: Und wie können wir diese Rolle nicht nur sozusagen für die nachhaltige Bewirtschaftung von KI, auch als Distributionskanal unserer Kunden und unserer Mitglieder.

00:13:02: Wie können wir sie da unterstützen?

00:13:04: Und denen das ermöglichen?

00:13:05: Als Infrastruktur-Provider sondern auch wie können wir auch neue Geschäftsmodelle entlang dieser neuen Intelligence-Erkutschöpfungskette finden um in unseren anderen Märkten wiederum uns zu refinanzieren.

00:13:16: Das betrifft stark den öffentlichen Bereich, das betriffte auch stark den Bereich der Unternehmen und Organisationen.

00:13:25: Geht es uns darum, dass wir uns wirklich in einer neu entstehenden stark der IG-Triebenen Informationsökonomie als Anbieter von Originaldaten in Echtzeit, von balliden Informationen für Entscheidungen aller Art.

00:13:40: Für Public Intelligence und Business Intelligence.

00:13:43: verstehen?

00:13:44: Dass wir dafür Tarifmodelle Distributionswege, neue auch technologische neue Distribrationswege für unsere Inhalte in allen Märkten und den einen Geschäftsfentern aufstellen.

00:13:57: Da sind wir mittendrin da sind wir sehr gut unterwegs.

00:14:00: das ist aber nicht etwas was ich persönlich neu erfinden muss aber das ist etwas wo es glaube ich für die ganze Branche noch sehr viel Anschub braucht den wir auch leisten können.

00:14:09: Und das Dritte ist, und auch da ist jetzt nicht unbedingt ein Neue.

00:14:12: Das im Gegenteil, dass es eigentlich etwas was die ABBA immer getan hat, aber es steht natürlich unter neuen und schwierigeren Marktbedingungen, ist es, dass wir immer ein wachstumsorientiertes Unternehmen bahnen und sind und dass wir es in einer wirtschaftlich durchaus schwierigen Situation, was jetzt unsere verschiedenen Märkte betrifft einfach schaffen müssen, auch wieder neue Wachstumspfade zu erschließen – das betriffe ganz stark eine Internationalisierungsstrategie Weil Österreich ist ein kleines Land.

00:14:40: Wir haben hier den Markt stark gesättigt, sind an unseren Hinsen angekommen.

00:14:47: Also verschieben wir diese Limits weiter Richtung Europa?

00:14:51: Heißt jetzt ganz konkret verschieben nach Europa.

00:14:53: welche Länder sind da im...

00:14:56: Also wir sind nicht für unsere Nachrichten, aber für unsere Technologie und Kommunikationstechnologie.

00:15:02: Lösungen sind wir ja schon länger auch in Deutschland, insbesondere im Süddeutschen Raum, auch in der Schweiz unterwegs.

00:15:08: Das sind.

00:15:08: natürlich unsere ersten Zielmärkte ist der Dachraum.

00:15:13: Ich bin aber der Meinung dass wir gerade im Technologienbereich durchaus auch in anderen europäischen Ländern Potenzial haben.

00:15:19: ich zuletzt auch im Netzwerk, in unserem sehr starken Netzwerk mit unseren International-Dagetourpartnern.

00:15:24: Wie geht es dem Unternehmen wirtschaftlich im Moment?

00:15:28: Die letzte Planz hat ja unser Zurückgang ausgewiesen bei Steigung eWit tatsächlich.

00:15:34: In den letzten Jahren wurde auch immer wieder Personal abgebaut, spüren Sie die Krise eigentlich genauso wie andere Medienunternehmen in diesem Land?

00:15:42: Nicht genau so weil bei uns sind doch andere Erlösströme ausschlaggebend, die nicht in der gleichen Radikalität betroffen sind wie das bei bei BITUSI-Unternehmen der Falle ist die stark auf einerseits Abo, sondern andererseits Werbefinanzität.

00:15:59: Das sind natürlich zwei Erlössäulen, die wir in der Form so nicht haben.

00:16:03: was wir aber sehr wohl spüren ist insbesondere auch der wirtschaftliche und Einsparungsdruck im öffentlichen und Öffentlichkeits-, öffentlich nahen Bereich wo wir auch viele Kunden haben.

00:16:19: Wir spülen natürlich wirtschaftlichen Bedingungen bei unseren großen Unternehmenskunden.

00:16:26: Wir spüren natürlich die Auflagenrückgänge bei unseren Medienkunden, also all das schlägt auf uns durch.

00:16:34: Im Umsatz sind wir jetzt sehr lange sehr stabil gewachsen mehr als ein Jahrzehnt lang jedes Jahr und verzeichnen jetzt erstmals aber auch nur sehr leichte Rückgänge, die wir hoffen zumindest stabil halten zu können.

00:16:52: Wir haben über Automatisierung und andere Effizienzsteigerungsmechanismen es ja auch geschafft, dass unser Ebit dennoch sehr erfreulich aussieht – uns wird auch heuer wieder so sein!

00:17:05: Und ich habe jetzt hier keine großen Warnflaggen für das nächste Jahrbeginn davon aus, dass wir da überall gut und stabil durchkommen.

00:17:14: Natürlich ist Aber die Appa war immer schon sehr schlank aufgestellt und die AppA war immer noch sehr stark darauf bedacht auch in ihrer Gruppenstruktur Synadine zu heben.

00:17:25: Und ich glaube, dass uns das in Zukunft immer besser gelingen wird, weil sich die Ausdifferenzierung der Märkte und der Geschäftsfelder unter neuen technologischen und marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr ganz so greift wie früher.

00:17:44: Personalabbau wie in anderen Medienhäusern können Sie im Moment ausschließen.

00:17:47: Der Sonalabbau insgesamt kann ich nicht ausschliessen, aber in der größten Ordnung anderer Medienhäuser denke ich, werden wir uns nicht bewegen zumindest nicht im journalistischen Bereich?

00:17:56: Und wie verteilt sich eigentlich da, verteilen sich Umsatzuntergebnisse jetzt auf diese einzelnen Geschäftsbereiche also die klassische journalistische Aufgabe und den IT-Bereich das Beratungskommunikationsgeschäft?

00:18:08: Also grundsätzlich sind wir ungefähr, es ist ein sehr grober Maßstab.

00:18:12: Aber wir gehen immer davon aus dass wir ungefähr einen Drittel Nachrichten, ein Drittel Kommunikationsgeschäft und ein Drittel IT- und Technologien Lösungen haben und das betrifft sowohl den Umsatz als auch das Personal.

00:18:25: Und alle Bereiche verdienen Geld oder?

00:18:27: Alle Bereiche für denen

00:18:28: Geld?

00:18:29: Wenn ich jetzt so zuhör was die Strategie betriffe liegt der Verdacht nahe.

00:18:34: Die Frage liegt der Verdacht nahe, dass sich die Abberrichtung Technologieunternehmen entwickeln wird.

00:18:40: Die ABBA hat sich Richtung Technologie-Unternehmen entwickelt schon lange vor meiner Zeit und das war natürlich der goldrichtige Schritt damals.

00:18:51: Ich würde sagen wir entwickeln uns jetzt nicht Richtung Technologie unternehmen.

00:18:56: Wir entwickeln unsere Richtung eines technologieorientierten Nachrichten Unternehmens.

00:19:03: Die Veränderungen, wenn es darum geht eine neue KI-getriebene Nachrichtenökonomie zu befüllen und anzutreiben werden diese Veränderung sehr stark auch unsere journalistische Produktion beschäftigt.

00:19:17: Wir fragen uns in unserer neuen KI-Strategie vor allem wie muss unser Journalismus?

00:19:22: wir müssen unsere Nachrichten aussehen welche Formen sie haben welchen Distributionswege müssen Sie beschreiten damit sie in einer maschinen getriebenen Produktion optimal verwendet, ausgelesen und weiter genutzt werden können.

00:19:39: Und diese Strategie, wir trinken den Namen Apartheiai.

00:19:44: das heißt Wir gehen sehr stark davon aus dass unsere ersten Kunden, unsere ersten Nutzerinnen nicht mehr Menschen sein werden sondern Agenten Und dass es unsere Aufgabe als Agentur ist dafür zu sorgen, dass die richtigen und wichtigen und verlässlichen und belastbaren Informationen dorthin kommen wo wir sie brauchen.

00:20:05: Wenn das eine KI ist dann ist es immer der KI.

00:20:09: Von daher würde ich nicht sagen, dass das bleibt aus meiner Sicht ein zutiefst journalistischer und nachrichtlicher Auftrag aber einer, der erkennt, dass diese Technologie uns hier einen definierenden Korridor vorgibt

00:20:22: Und damit ist die Arbeit tatsächlich ein bisschen Vorreiter in Europa, oder gibt es denn andere Agenturen, die endlich weit sind?

00:20:27: Wir sehen in dieser technologischen Handbrücke...

00:20:30: Es schon.

00:20:31: Also wir sind bestimmt Vorreite in Europa und wir sind gerade auch aus unserer gejagdlichen Stärke.

00:20:36: betrifft.

00:20:37: Vorreiten in Europa bezählen nach wie vor unter den unabhängigen Nachrichten-Agenturen zu den profitabelsten und wirtschaftlich stärksten.

00:20:48: Aber dieser Schiff vom sozusagen vom Anbieter von Artikeln und diversen Mediengattungen zum Anbieten von Original-Daten, die als Treibstoffe gehen für diese neue Zusammenspiel der Maschinen und der Agenten mit den Journalistinnen und Journalisten bei unseren Kunden.

00:21:14: Das ist schon ein Schiff, den anderen Nachrichtenagenturen auch machen gerade innerhalb der Gruppe der unabhängigen Nachrichtenagentur.

00:21:22: Zu KI kommen wir dann noch später.

00:21:24: zur Strategie und paar Fragen.

00:21:26: Ich möchte jetzt aber ein bisschen eine provokante Frage stellen, die nicht sehr lustig ist.

00:21:31: Wir haben eine große Krise im österreichischen Medienmarkt.

00:21:33: Es wird schon angefangen zu konsolidieren also den Großmedia erkauft.

00:21:38: Die Moser Holding oder übernimmt die Moser Holdings der Schulternichtsluss in deiner Krise?

00:21:46: zugespitzt formuliert gehen der Adler nicht irgendwann die Kunden aus, wenn es so weitergeht?

00:21:52: Das glaube ich nicht.

00:21:53: Also unser... Wenn man mitdenkt wie viel und wie oft wir über die Journalismus- und die Medienkrise sprechen und die halte ich auch für real.

00:22:02: also ich möchte das jetzt nicht kleinreden aber wenn man bedenkt wie lange wird es schon sagen dann muss ich sagen ist unsere Eigentümerstruktur eigentlich sehr stabil geblieben.

00:22:12: Und auch da sind wir in Europa, ich würde nicht sagen Vorreiter vielleicht eher Nachzufügler im positiven Sinn.

00:22:18: also das sind diese Konsolidierungsbewegungen sind den anderen Ländern sehr viel stärker, sehr viel radikaler als bei uns.

00:22:25: Wir haben nach wie vor stabile Verhältnisse gerade auch mit dem Eigentümer geführten Bundesländer.

00:22:36: Medien die stark verträgt sind in der Genossenschaft Und ich sehe eigentlich eher, dass wir nicht den gesamten Medienmarkt derzeit abbilden in unserer Mitgliederstruktur.

00:22:48: Sehr wohl in unserer Kundestruktur und nicht in unsere Mitgliederstruktur.

00:22:52: Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann mal mehr Mitglieders sein werden als jetzt.

00:22:56: Gibt es deinsprechende Gespräche?

00:22:57: Wir sprechen von der Kronenseitung.

00:23:00: Wir sprechen nicht konkret von der Konkurrenzeitung, sondern vom privaten Fernsehmarkt.

00:23:07: der ebenfalls in unsere Kundengruppe, aber nicht in unserer Eigentümergruppe vertreten ist.

00:23:14: Ich bin jetzt seit einer Knackung für Zellemand und habe noch keine Beitrittsverhandlerinnen mit neuen Genossenschaften aufgenommen.

00:23:26: Aber ich sage mal perspektivisch ist es eher so dass wir derzeit nicht den gesamten Markt abbilden.

00:23:33: also das Potenzial sehe ich in beide Richtungen.

00:23:36: Großes Thema ist ja derzeit Kooperation.

00:23:39: OF möchte mit dem Privaten kooperieren und Ziel oder das Hinterhinter soll sein, dass man sich gegen die großen Tech-Bros unter anderem auch gemeinsam wird.

00:23:48: Welche Rolle könnte da die Abba spielen bei diesem Kooperationsgedanken?

00:23:52: Na ja, aber ist hier eigentlich schon das... Also ich glaube, Clemens Pick hat es oft gesagt – und ich zitiere ihn sehr gerne – wenn es die Abbar noch nicht geben würde, müsste man sie spätestens jetzt erfüllen!

00:24:04: Und ich glaube, es wird auch immer wieder dadurch, dass es die APA schon so lange gibt und so für sie selbstverständlich genommen wird.

00:24:09: Das glaube ich auch immer übersehen wenn man über Kooperation, sprich was da eigentlich gelungen ist und sozusagen quartalsweise immer wieder gelingt an unserem eigenen Thematisch der private Zeitungsmarkt oder URF zusammenkommen das wir ja auch als APA ein nicht nur ein Kooperationsgefäß sondern auch in gewisser Weise ein solidarisches Gefäß sind weil er unsere Mitglieder Unsere Tarifstruktur ist ja aufgebaut nach größer, reichweite Mitarbeiteranzahl.

00:24:42: Das heißt große Mitglieder zahlen mehr und bekommen aber alle das gleiche Produkt.

00:24:49: Also sie sind gewisserweise erfüllen wir da auch eine solidarische Funktion am Standort Und deswegen sind wir auch das logische Gefäß für viele, um nicht zu sagen fast alle weiteren Kooperationsmöglichkeiten.

00:25:01: Das betrifft ganz stark natürlich diesen ganzen KI-Sektor.

00:25:05: ist es etwas was wir jetzt im nächsten Schritt unmittelbar angehen wollen dass wir eigentlich in gemeinsam mit dem ORF auch für alle privaten Medien ein die Infrastruktur zur Verfügung stellen wollen um ihre Inhalte in einer souveränen und nachhaltigen Weise für neue KI Distribution-Kanäle aufzubereiten, dabei aber sozusagen die Hand drauf zu halten.

00:25:29: Da auch eine gemeinsame Rolle zu spielen im Lobbyieren und im Verhandeln für faire Tarife in diesem Bereich.

00:25:40: Das ist der nächste Punkt den wir angehen wollen.

00:25:44: Aber es gibt natürlich auch zahlreiche weitere Kooperationswürdigkeiten wenn ich beispielsweise an der Austria Videoplattform denke.

00:25:51: die mit Sicherheit ein Gemeinschaftsprojekt zwischen ORF und Privaten ist, dass man gut weiterentwickeln kann.

00:26:00: Wo auch sicher die Optionen noch nicht alle ausgeschöpft sind, wo es auch in Zukunft ein bisschen eine andere Ausrichtung geben könnte weg sozusagen von einer Vermarktungsebene eher in Richtung einer gemeinsamen Planungs- und Produktionsebene Und zahlreiche weitere Ideen wird betreiben, ja auch Media Key als gemeinsamen Login.

00:26:24: Also ich glaube es geht darum eineseits neue Kooperation zu finden und zu entdecken aber auch bereits bestehende auf ihre Aktualität zu prüfen und auf ihre mögliche Einsatzgebiete.

00:26:37: Das ist jetzt richtig verstanden Sie?

00:26:39: Verhandeln im Moment mit den diversen KI Betreibern über Lizenzen für den Content der APA und das ORF gemeinsam?

00:26:48: Nein, aber das ist also nicht etwas was wir derzeit schon tun.

00:26:51: Wobei ich glaube viele verhandeln mit KI-Betreibern.

00:26:56: Viele verhandlen aber auch nicht mit KI Betreibernen weil viele KI Betreiber nicht mehr ums Verhandeln oder mit Medienverhandlungen sondern sich einfach nehmen wie sie ihnen beliebt unter sich schon genommen haben wie es ihnen beliebte ist.

00:27:08: Aber wir sehen durchaus in anderen Ländern dass es Möglichkeiten gibt auch über den Weg der Gerichte oder über den Weg von behördlich festgesetztem Tarifen hier ein paar Pflöcke einzuschlagen.

00:27:20: Ich glaube, dass das in Österreich noch nicht ausreichend passiert und ich glaube auch die gemeinsame Power des Standortes in etwaigen Verhandlungen derzeit noch nicht nutzen weil wir da auch noch sehr stark fragmentiert sind in verschiedenen Gattungen, die dann wieder von unterschiedlichen Seiten vertreten werden.

00:27:40: Sie haben es ja schon beschrieben, Kari ist quasi das zentrale Thema unserer alten Zukunft.

00:27:44: Wie soll denn der Journalismus selbst und am besten damit umgehen?

00:27:49: Inwieweit ist er bedroht Ihrer Meinung nach?

00:27:51: In wie weit muss er sich neu erfinden?

00:27:53: Muss er lernen ein neues Publikum zu finden sein altes Publikums neu zu finden?

00:28:00: Journalismus musste sich immer neu erfunden und er musste immer... Versuchen den Licksicht und Lesen- und Schaukontakte in seine Publikum nicht zu verlieren.

00:28:08: Ich glaube, das ist manchmal besser – oft auch stechtergeguckt.

00:28:13: Die KI-Disrupzion im Konsum von Nachrichten etwas, was uns schon wach rütteln sollte.

00:28:25: Also wir sehen das die Nutzung von beispielsweise jetzt CSKI Chatbots.

00:28:30: in einigen Jahren sind es vielleicht andere Wege aber dass ist die Nuzung von solchen Kali-Instrumenten für die Informationen auch für den Nachrichtliche Information extrem stark zu nehmen natürlich in erster Linie bei einer jungen Zielgruppe.

00:28:41: Aber wir wissen ja, hoffentlich mittlerweile alle ist es nicht so das die Jungen etwas von den alten Kleinen so rein.

00:28:45: Der Regen ist ungekehrt.

00:28:46: Irgendwann nachher die Alten, die jungen alles nach.

00:28:48: Das heißt, da können davon ausgehen dass auch diese Form der Nutzung einer sehr stark situativ getriebenen Nachrichtennutzung sich weiter ausbreiten wird und ich glaube darauf müssen wir eine Antwort finden.

00:29:02: bevor wir diese Antwort finden können, müssen wir einen Weg finden unsere Inhalte in dieser subsidiativen Nutzung auch monetärisieren zu können.

00:29:12: Und das ist meiner Meinung nach die entscheidende Knotenpunkt, dass wir als Branche aber insgesamt als Informationsgesellschaft stehen.

00:29:20: Das ist ja auch etwas, was in denen ich weiß nicht ob Sie das gesehen haben Die Gerichtsdokumente im Prozess zwischen der New York Times und Augmeyer, bzw.

00:29:29: Microsoft wo aus denen hervorgeht bei Microsoft das Bewusstsein dafür, erstens dass man durch das Absaugen sämtlicher journalistischen Inhalte für das Trainieren der ersten large-language-models einen schweren Kriminalfall eigentlich erschafft.

00:29:47: Also das Zitat ist glaube ich es handelt sich um den größten Diebstahl von Arbeit in einer Geschichte der Menschheit.

00:29:54: Dieses Bewusstsein war da und gleichzeitig war das Bewustsein da, dass man hier möglicherweise eine Branche zerstört die man lang und mittelfristig aber wiederum brauchen wird weil die es bei sonst der Informationsfüß eines Tages erstirbt.

00:30:08: Und das bringt... Für den Journalismus eine ganze Reihe von Fragen.

00:30:12: Wir haben ja sehr lange, nachdem die generative KI irgendwie in unser aller Alltag aufgestanden ist, haben wir uns gefragt wie konnte denn jetzt eigentlich die KI in den Journalismus?

00:30:22: Wo setzen wir sie ein?

00:30:24: Aber was lassen wir von der KI machen und was nicht?

00:30:27: Dann haben wir unsere Guidelines entwickelt und wir haben unsere vertrauenswertigen Tools entwickelt Und wir haben dieses jungelnde Loop-Prinzip entwickelt Argumentativ geholfen hat, uns aber letztlich daran gehindert hat einen wirklichen Return-Investment zu kriegen.

00:30:43: Das kann man schon noch in aller Ehrlichkeit sagen.

00:30:45: immer dann, wenn ich den Anspruch habe dass ein Mensch etwas noch einmal kontrolliert ist meine Effizietzgebiete in die Möglichkeit dahin also all dieses back and forth mit einem verantwortungsvollen Einsatz von KI in der journalistischen Wertschöpfungskette.

00:30:59: das haben wir glaube ich lange gespielt und das hat auch seine Berechtigung.

00:31:03: mich glaubt da sind die Erwartungen ein bisschen zu Recht gestutzt mit herweilen.

00:31:07: Und die Frage, die wir uns heute stellen ist eigentlich nicht mehr wie kommt der Journalismus in die KI?

00:31:12: Sondern umgekehrt!

00:31:13: Wie kommt das Journalismus an die KI und nicht mehr, wie kommt die KI in den Journalismus?

00:31:20: Das ist der Distrikuzionskanal, den er aufgeht.

00:31:24: Diese Nutzung, die er aufgehe.

00:31:26: Dieses veränderte Verhältnis unseres Publikums zur permanenten Verfügbarkeit von Nachrichten auf Nachfrage, diese Push und Pull Automatik.

00:31:38: Dass wir die bespielen müssen wenn wir nicht völlig irrelevant werden wollen.

00:31:41: Und das heißt nicht dass es die einzige Zukunft des Journalismus ist.

00:31:44: Das glaube ich überhaupt nicht!

00:31:45: Ich glaube es wird auch weiterhin einen Journalismus geben bei dem es um die Forern und um die Gestaltung, um die Stimme und um verschiedenste Prinzipien der Delivery.

00:31:56: Und dass sozusagen das genussvolle Journalismus auch geht.

00:32:00: Dem spreche ich überhaupt nicht weder die Existenzberechtigung auf eine brühende Zukunft ab.

00:32:04: Aber ich glaube, das wird eine Nische sein und es wird andere Nischen geben, die wir dringend erschließen müssen – und zwar nicht nur inhaltlich sondern auch bittschottlich!

00:32:14: Das wäre jetzt mein Einwurf gewesen.

00:32:15: Sie sprechen ja dann von Information und nicht mehr von Journalismus, aber den Journalismus wird es weiter in seiner verspielten traditionellen

00:32:21: Art auch geben können.

00:32:21: Ich spreche

00:32:22: mich nur von ... Formation?

00:32:24: Ich glaube schon dass es im Wesen des Journalismus steckt, Informationen aufzubringen oder auch die Atemweise, die man sich aufbrennt.

00:32:32: Die Informationen gibt er nicht einfach so auf der Straße und man muss sie nur sammeln oder versteckt sich in irgendwelchen Feeds sondern Informationen sind ja Dinge die Journalisten mit einer bestimmten Fragestellung und einer bestimmte Hypothese gesucht, gefunden aufgestöbert, recherchiert aus den Daten zusammengesucht haben.

00:32:51: Informationen liegen sehr oft vor in Form von unmittelbarer Zeugenschaft also in Form vom Gesprächsschauplatzbesuchen, Fragen stellen.

00:33:04: das sind Also ich glaube, dieser Aspekt des Journalismus sozusagen die der Journalismus, der passiert bevor die Information da ist.

00:33:13: Das ist etwas was wir häufig viel zu wenig bedenken wenn wir darüber reden was nicht die KI schon mal alles kann.

00:33:20: Da unterschätzen wir den Menschen, der den Journalismus selbstverständlich macht das es vielen von uns großen Spaß macht zu schreiben Fernsehbeiträge zu gestalten eine Seite zu deautieren.

00:33:36: Das ist unbekommen, ich glaube auch wirklich nicht dass das verschwindet aber ich halte das nicht für den Wesensker und des Journalismus.

00:33:43: Darf ich kurz fragen was darf ein und eine App-Redakteurin mit der KI machen?

00:33:48: Was dürfen sie nicht?

00:33:50: Also uns als Ich treffen bei uns Journalisten und Journalistinnen alle gesendlichen Entscheidungen und keine KI tut das.

00:34:00: Wir setzen Bei uns heißen KI-Tunz.

00:34:04: in der Rede haben sie irgendwo das Gott Assistentennamen.

00:34:07: Das heißt, es geht darum bei verschiedenen Arbeitsschritten im journalistischen Prozess Automatisierung vorzunehmen, sei es unsere Transkription von Interviews, sei ist in einer Vorübersetzung von einer Sprache eine andere, sei is natürlich in der Korrektur von Texten und damit meine ich jetzt nicht nur eine reine Rechtschaltprüfung, so was geht doch aus darüber hinaus.

00:34:31: Es ist auch eine Konsistenz-Prüfung.

00:34:33: Sei es aber auch immer schließen von neuen Angeboten beispielsweise Alttexte für Grafiken die wir automatisch dazu liefern, wo wir es auch schaffen einen ganz anderen Grad an Barrierefreiheit heute anzubilden als wir es früher gekonnt hätten einfach weil wir das mit ins KI sicherstellen können.

00:34:53: Das ist ein ganz wesentlicher Einsatz von kei journalistischen Prozesses bei uns auch in der, in der Recherche.

00:35:00: Also das ist etwas, wo ich überhaupt eigentlich einen enormen Nutzen sehe nicht nur für uns sondern auch für unsere Kunden.

00:35:06: beispielsweise hat sich bei uns die Art der Bildersuche komplett verändert dadurch dass wir nicht mehr die Beschlagwortung oder den Text zum Bild durchsuchen sondern das Bild selbst und zwar mit Personen, mit Objekten.

00:35:20: Das heißt wir haben eine KI-Personenerkennung trainiert die österreichische Person in öffentlichem Interesse.

00:35:26: Unbilder erkennt aber auch... Wir verbinden das auch mit einer Objektsuche.

00:35:33: Ich erschließe mir über die KI Suche, die KI Recherche völlig neue Tiefen des Archivs Und das finde ich eine wahnsinnig spannende Komponente weil die dann wirklich wiederum Daniel in einen Loop zurückfiedet ihm die journalistische Praxis von Menschen, die plötzlich auf ganz anderes Material viel treffsicherer zugreifen können.

00:35:52: Und ich glaube dass diese neue Bildsuchers nur irgendwie ein Beispiel, das mir immer wieder einfällt weil es die glaub' ich die Macht hat... ...die Bildfin-Falt der österreichischen Medien enorm zu erhöhen!

00:36:08: Weil sie einfach das Archiv in einer ganz anderen Weise erschließbar

00:36:11: macht.

00:36:12: Aber Sie können durch das Regelwerk ausschließen, dass ein KI-generierter Text von der ABBA zukunden geht.

00:36:19: Ja absolut ja!

00:36:20: Lassen sie uns kurz nochmal einen weiteren Rahmen ziehen.

00:36:23: KI funktioniert völlig unreguliert im Moment.

00:36:27: Das ist dann doch eine Aufgabe an die Politik mal einen klaren Rahmen zu ziehen und Regeln zu geben.

00:36:35: kann das die Politik überhaupt auch im europäischen Maßstab letztlich?

00:36:39: Also ich glaube, das hat mehrere Ebenen.

00:36:41: Grundsätzlich halte ich überhaupt nichts davon wenn Menschen in meiner Position den Ball einfach der Politik zu spielen und sagt macht sie ihr mal weil die Politik agiert auch nicht im luftleeren Raum.

00:36:51: Und wenn wir hier nicht sehr klar formulieren was wir für einen guten Zugang halten würden Was wir für sinnvolle Regularien halten würden Wenn wir nicht auch der Politik ein bisschen ein Benchmarking liefern würden was in anderen Ländern vielleicht schon ausprobiert wurde was funktioniert oder ob es nicht dann glaube ich hat man ein bisschen auch den eigenen, die eigene Aufgabe und das eigener Job viel verfehlt.

00:37:13: Also da sehe ich schon auch dass wir in der Branche und sicher auch wie als Appa da auch informieren aufklären und auch gestalten und Vorstöge arbeiten müssen.

00:37:26: Wenn wir jetzt sehen was kann die Politik in Brüssel?

00:37:29: Was kann die politik auf europäischer Ebene leisten in einem von globalen kräften dominierten Machtgefüge?

00:37:38: und die großen KI-Anbieter, zweitens amerikanischer, seins chinesische sind natürlich die neuen Machtzentren auch wenn sie noch nicht von allen aus solche erkannt werden.

00:37:49: Dass da die europäische Gesetzgebung mit unter etwas zartfüßig oder zahnlos daherkommt versteht sich glaube ich aus den geopolitischen Zusammenhängen ganz von allein.

00:38:05: Auch da sehe ich aber unser als Branche wirklich am Zug, dass wir auf die tiefgreifenden und nachhaltigen Gefahren hinweisen.

00:38:15: Eines einer unregulierten Informationsökonomie, die von wenigen KI-Sirmen dominiert wird.

00:38:25: Weil auch da glaube ich können Viren misst von der Kritik erwarten im Vergleich zu viel offensichtlicheren Bedrohungen, seien das jetzt militärische und wirtschaftliche Bedrohrungen, die alle real sind.

00:38:41: Dass Sie da immer sofort den Waldblick haben zu erkennen was es für die Demokratie bedeutet?

00:38:49: Was es für eine mündige Gesellschaft bedeutet wenn uns bestimmte Informationskanäle wenn es da auch über die Hoheit verloren geht.

00:38:58: Und ich glaube, dass das dieses Gen an uns darauf hinzuweisen und nicht nur zu fordern sondern auch wirklich zugestellt.

00:39:05: Was macht Ihnen eigentlich persönlich Angst vor der KI?

00:39:09: In der immer ein bisschen hin- und hergerissen weil dann gibt's da immer diese Anbötte oder nary Shelley erinnernden Horrorstories von denen von den Tech Bros im Silicon Valley, die sich von der Politik wünschen, dass sie aus ihrem eigenen Monster-Bilding Furore irgendwie erlöst werden und vielleicht doch nur die Werbetrommel damit rühren wollen oder vielleicht auch nur sich vor Versicherungsausfälligen schützen wollen.

00:39:41: Da ist es nicht.

00:39:43: Ich glaube, ich würde sehr gut finden, wenn wir alle uns mit diesen Dingen ein bisschen besser auskennen würden.

00:39:51: Also für mich ist das schon erstaunlich und vielleicht ist es das was mir zu einem manchmal ein unbeheitliches Gefühl bereitet.

00:39:57: Für mich ist es zum Beispiel erstaundlich dass wir über KI immer noch reden als wäre das ein Ding... Das wird ja ein Wort dafür haben!

00:40:04: Und bessere oder schwächere Übersetzungen.

00:40:08: Und wir meinen damit so verschiedene Dinge, wir meinen da mit häufig einzelne Firmen.

00:40:14: Manchmal meinen wir dann mit einem Werkzeug eine Technologie, manchmal meinen wir aber auch die Inhalte, die in dieser Technologie verfügbar sind gerade auch im Englischen, enthältet schönes Schwingt das viel stärker mit.

00:40:26: und manchmal frage ich mich schon ist dieses sich zufrieden geben Flachensprache?

00:40:35: ist das nicht auch Ausdruck einer Unwilligkeit unserer Gesellschaft, in diesem Thema eine gewisse Expertise zu erwerben.

00:40:42: Also ich bin da schon manchmal erstaunt und nehme mich selber gar nicht aus wie fast unmächtig- und oberigkeitshörig.

00:40:51: Und die Obrigkeit in dem Fall halt nicht die Staatsgewalt sondern irgendwelche technologischen Zauberdinge, die wir nicht verstehen Wir uns da anstellen und wie wenig wir den Anspruch erheben, da selber die Spielregeln festzulegen.

00:41:06: Aber wer sollte sie festlegen?

00:41:09: Na, wir alle!

00:41:10: So lange wir demokratisch verfasstige Gesellschaften sind glaube ich müssten wir den Anspruch haben dass über die wirklich entscheidenden Dinge vielleicht nicht jeder und jede oder zumindest eine ausreichend große Zahl an mündigen Mitmenschen genug Bescheid weiß um sich darüber eine Meinung zu bilden und dann die Dinger auch einzufordern.

00:41:32: Ich glaube, wenn wir alle nicht mehr daran glauben dass das funktionieren kann dann haben wir glaub ich noch ein ganz anderes Problem und ich vermute das haben wir tatsächlich.

00:41:43: Und wahrscheinlich ist es auch das was mir Angst macht.

00:41:45: aber was mir schon Sorge macht... ...ich sehe nicht die Herrschaden von Menschen die sich jetzt schlau machen darüber.

00:41:55: Das ist alles Lernung bei Dwingen.

00:41:57: Jeder probiert und Doktor selbst herum, in den jungen Zielgruppen ist es längst der Alltag!

00:42:02: Ja aber die Doktern herum im Spielfeld sind einem von wenigen Playern vorgegeben.

00:42:08: Da würde ich mir manchmal mehr Entdecker-Geist oder Eigenanspruch an ein wirkliches Verständnis und eine Befähigung zur Mitgestaltung.

00:42:18: Aber

00:42:20: das sind ja hier jahre Ziele.

00:42:22: Wormit wir wieder

00:42:23: bei der Medienbildung sind letztlich dann?

00:42:26: Oder bei der Technologie-Bildung,

00:42:28: die uns... Das ist wahrscheinlich beides sein.

00:42:30: Uns glaube ich beides fehlt.

00:42:32: Dann kommen wir noch mal zurück zur APA, die ja die zentrale Nachrichtendrehscheibe dieses Landes ist.

00:42:39: Die Begehrlichkeiten der Politik sind doch sicher groß.

00:42:42: haben wir uns gedacht oder täuschen wir uns da.

00:42:44: Das mag schon sein aber sie kommen Nicht so stark zu uns durch, weil man bei uns ja nichts kaufen kann.

00:42:52: Also man kann uns weder erpressen noch bestächen und das scheint die Politik zu wissen, weil muss sagen... Das hält sich in Grenze!

00:43:08: Und ich werde da auch um keine und kein Gespräch verlegen.

00:43:15: Ich südle auch gerne, wenn sie denn

00:43:17: aufstehen.".

00:43:18: Es ist durchaus schon vorgekommen dass jemand mit einem Interventionsanliegen anruft und recht hat.

00:43:27: Hoffentlich ist es schon passiert, dass jemand auf Fehler oder auf einseitige Dinge hinweist.

00:43:34: Und die Tatsache das es so selten passiert, Interessens geleiteten Intervention bei mir vorstellig wird.

00:43:46: Das schreibe ich auch meinen Vorgängern zu, dass die das offenbar immer sehr glaublürdig und konsequent abgewiesen

00:43:55: war.

00:43:57: Ich durfte ja selber drei vier Medien in Österreich leiten und die Abwehr immer ein bisschen als Fluchen sehen gesehen.

00:44:04: Also da eine Seite braucht es natürlich um ein gewisses Grundrauschen zu erzeugen, um ein paar Nachrichten zu bekommen auf der anderen Seite fehlt dann ein bisschen die eigene Scherche.

00:44:12: Und ich war auch öfters nahe dran, dass ich sage wir können jetzt die Appa damit mal wieder eigene Geschichten haben und ein bissel verwechselbarer sind also unverwechslbarer ist.

00:44:23: Ist die Appas nicht so ein bisschen gleich?

00:44:26: Ein bisschen versuchen das es Redaktionen viel zu leicht machen und sich einfach auf die Appen verlassen wenn ich mir online Medien anschaue.

00:44:33: Siebzig, achtzig Prozent vielleicht sind's manchmal sechzig Prozent sind Appameldungen.

00:44:36: also das ist alles austauschbar.

00:44:39: Ich glaube, das haben jetzt schon alle verstanden und ich glaube die, die es nicht verstanden haben gibt's auch schon gar nicht mehr.

00:44:48: Wenn man auf Abonnenten abzielt und dass das Geschäftsmodell ist, das man anstregt dann braucht man unverwechselbare Inhalte, die eine Bindung an der eigenen Wahl geschaffen.

00:44:59: Das ist auch immer das Ziel da.

00:45:03: aber Man kann das Grundrausch nennen, man kann es aber auch zur Verfügung stellen einer gemeinsamen Basis nennen.

00:45:17: Dass in den Redaktionen die Ressourcen freispielt für eigene markenbildende Inhalte.

00:45:24: Unser Anspruch ist nicht dass überall abbaus.

00:45:26: Das würde uns völlig zu widerdorf.

00:45:32: Wir glauben dass wir nicht nur mit unseren fertigen Nachrichtenprodukten sondern vor allem auch unserem Archiv mit den Möglichkeiten zu recherchieren und wirklich seriöse und valide Informationen von heute bis in die weite Vergangenheit bei uns zu beziehen, dass wir damit einfach für die Arbeit der Journalisteninnen und Journalisten unverzichtbar sind.

00:45:58: Gerade wenn sie eigene journalistische Inhalte produzieren.

00:46:03: Und das ist gleichzeitig – und das merken länger durch die gesamte Digitalisierung, durch die Plattform-Messerung.

00:46:13: Durch KI und den KI-Modus und die KI-Chat-Pots natürlich umso stärker dass es ein gewisses informatives Grundrauschen gibt das zu einer Total Commodity geworden ist.

00:46:23: Und wo man nicht mehr davon ausgehen kann, dass dafür irgendjemand einen Abo abschließt sondern wo man davon ausgeht, das finde ich online ob ich das dann auf einer News Webseite find oder habe ich das direkt in meinem in meiner KI App finde oder ob ich das in diversen Audio-Versionen von eh allen finde.

00:46:49: Das kann nicht das Alleinstellungsmerkmal von mir hin sein, aber das ist durchaus etwas was die App auch bereitstellen muss.

00:46:55: weil meine These schon und das geht sage ich auch als ehemalige Kulturreaktorin wo wir das in den Kulturleben verschiedenster europäischer Städte unserer Angeschaut haben und festgestellt, da haben sie mehr Angebote gibt, desto mehr Angebot wird genutzt.

00:47:13: Und ich glaube für die Medien ist es auch ganz stark zutreffend.

00:47:17: eine informierte Gesellschaft interessiert sich auch für zusätzliche Journalismus.

00:47:24: Jemand der Nachrichten konsumiert und weiß was passiert in der Welt und in seinem Land wird auch hingegonnen an Abo abschließen.

00:47:31: Grundrauschen nicht hat und wird auch sehr, sehr viel schwerer dann zu akquirieren sein als Kunde für ein spezifisches vielleicht nicht schickeres Nachrichtenmarkt.

00:47:41: Und ich glaube deswegen ist auch dieser Gedanke dass wir uns da in die Gegenseite etwas wegnehmen eigentlich nicht unbedingt der Richtige weil wir wissen eigentlich wir sind ja wahrscheinlich alle bisschen nachrichtend junkies jetzt zumindest hier in diesem Raum und wir müssen ja eigentlich dafür sorgen das mehr Menschen sich von mehr Nachrichten interessiert und deswegen auch mehr gibt.

00:48:00: Von daher sehe ich uns eigentlich nicht nur für die Medien, sondern auch für die Gesellschaft.

00:48:03: Das Ganze ist ein bisschen als Basisinfrastruktur.

00:48:06: Also angesichts des Personalabstraus, den wir jetzt mit verschiedenen Medien sind in den letzten Jahren immer schwieriger wird diese eigene Recherche erst wirklich zu bewerkstelligen, dass du einen Unterschied machst zur anderen Medien?

00:48:15: Was wiederum der aber so gute Konto und viel mehr Konten ausspielen kann.

00:48:21: Ja, aber ich denke... Da differenzieren sich ja nicht nur die, also ich möchte dem Personalabbau hier wirklich keinen roten Teppich ausrollen und ich halte das auch für problematisch.

00:48:32: Aber ich glaube schon dass es insgesamt eine Bewegung gibt, dass Nachrichten-Nutzung sich sehr viel stärker ausdifferenziert.

00:48:40: Und ich glaube, dass Kunststück einzelner Medienmarken wie Zungement darin liegen um das eigene Marktsegment zu identifizieren die da gefragt sind.

00:48:54: Und dafür braucht man möglicherweise nicht mehr die Ressourcen, die man früher gebraucht hat als man quasi ein Universal-Medium sein wollte.

00:49:01: und ich glaube da ist auch genau dieses... Da sind wir genau auch das Passstück als Nachrichtenagentur.

00:49:07: Wir versuchen uns ja immer so zu sein komplementär zu unseren Kundinnen und Kunden aufzustellen und da sehe ich eigentlich eine gute gemeinsame und symbiotische Zukunft.

00:49:16: Sie haben vorhin ein recht heres schönes Bild vom Journalismus gezeichnet.

00:49:20: Fakt ist ja aber auch, dass das in einer großen Vertrauenskrise, Glaubwürdigkeitskrise ist der Journalismus an sich.

00:49:29: Wie geht die APA jetzt eigentlich sozusagen mit dem Vorwurf um?

00:49:31: Der immer wieder zu hören ist, dass etablierte Medien sich gegenseitig bestätigen würden, blinde Flecken erzeugen und dass man sich in einer linksliberalen Blase bewegt.

00:49:42: also Ein Vorwurf, dem ich was abgewinnen kann ist schon dass wir als Journalistinnen und Journalisten sind ja auch nur Menschen.

00:49:49: Das heißt wir haben die gleichen Biases wie jeder andere auch und das bedeutet natürlich, dass wir dazu neigen.

00:49:57: Wir neigen zur Nabelschau!

00:49:59: Wir neigend zu innerhalb unserer Bubble und für unsere Bubble zu produzieren und es betrifft nicht nur die Medien sondern es betrift dann auch eine Bubble.

00:50:07: der Der wirtschaftlich eingeweihten, der politisch eingeweihte – ich finde in den politischen Journalismus ist das ein wirklich problematisches Phänomen.

00:50:17: Das sind sehr viele Medien auch verständlicherweise und nachvollziehbarerweise und bis zu einem gewissen Grad doch zurecht für eine politische Community berichten dabei aber große Teile der Nachrichten konsumierenden Bevölkerung eigentlich außen vorlassen und deren Fragen relativ wenig berücksichtigen, weil sie sich selbst einfach auch gar nicht hätten.

00:50:40: Das ist ein Problem das sehe ich sehr wohl und es ist auch etwas was wir immer wieder offen diskutieren und thematisieren.

00:50:48: Wir starten jetzt beispielsweise in unseren Wirtschaftsressort mit einem neuen Format das heißt Finanznachrichten für alle.

00:50:57: Es ist so ein Beispiel wo wir sagen Für wen machen wir eigentlich jetzt auch zum Finanzbericht der Stattung?

00:51:03: Wenn wir uns das anschauen, wer sind da die Nésarinen und wer sind die Konfumentinnen.

00:51:07: Dann ist es wirklich ein Zirkel der eingeweihten zu dem ganz große Teil der Bevölkerung nicht dazugehören und das hat natürlich eine Auswirkungen darauf wie diese Inhalte geschrien sind um.

00:51:18: deswegen starten wir als dieses Format dass wir sagen Wir wollen eigentlich zumindest den wichtigsten Inhalte aus diesem Bereich auch viel niederschwelliger für eine andere Zielgruppe aufbereiten, weil das ein Krochen so gesellschaftlicher Antwort ist.

00:51:32: Also diesen Vorwurf kann ich schon ein bisschen sagen und ich glaube auch dass wir den Vertrauensverlust nicht immer beschreiben sollten als wäre er ein Problem der anderen als wäre Vertrauensverduss, das klingt so.

00:51:51: Als ob jemand eine Krankheit hätte und es ihm leider zu vertrauener Branden bekommen.

00:51:56: Es ist nur ein Verkaufsverdoss, dass immer ein Merkmal des Publikums.

00:51:59: aber wir sollten uns sehr wohl auch fragen welche Rolle spielen wir dabei?

00:52:04: Und diese Frage sollten wir nicht nur auf einem sehr akademischen Niveau für irgendwelchen Medien oder strategischen Panels behandeln, sondern sollten uns halt auch tatsächlich fragen.

00:52:14: Was heißt das jeden Tag?

00:52:16: Was heißt es in unserer Politikberichterstattung oder in unserer Wirtschaftsberichtestattung?

00:52:21: Was sind denn die Fragen, die Menschen wirklich haben und wie können wir darauf eine Antwort finden?

00:52:26: Und ich weiß aus meiner Erfahrung als sozusagen Managerin in einem viel beschäftigten und zu Lesourcen bedrückten Newsroom dass das Tag für Tag dem gerecht zu werden wahnsinnig schwierig ist.

00:52:40: Und deswegen sage ich das zwar so leicht physisch, aber ich weiß auch, dass es nicht leichter umzusetzen.

00:52:47: Wir sind schon sehr weit in der Zeit.

00:52:48: vielleicht zum Schluss zwei persönliche Fragen.

00:52:52: Sie haben als Apokulturschaumlistin begonnen mit Schwerbobau oder Spezialgebiet Ober.

00:52:58: Geht

00:52:58: ihr denn da das schreiben müsst noch ab?

00:53:00: Manchmal!

00:53:01: Aber dann habe ich gleich wieder was anderes zu tun.

00:53:06: Also keine Zeit zum Nachdenken...

00:53:09: Und kommen Sie noch in die Opa?

00:53:10: oder gehen sie noch in Konzerte?

00:53:12: Ja schon.

00:53:12: Dafür ist es schon Zeit.

00:53:14: Schon, das geht nicht anders.

00:53:15: Vielleicht letzte Frage, die ab ist so ein bisschen wie eine Kadaschmiede des Uef geworden.

00:53:22: Der Clemens Bicki ist jetzt bekannt für das Generaldirektor bestellt worden, Herr Puchenberger, Chef Röktör.

00:53:28: Was sind Ihre Ambitionen Richtung Königlberg?

00:53:31: Ist das der nächste Schritt?

00:53:32: Nein ich habe keine Ambition an Richtung Königsberg.

00:53:35: Vielen Dank für das Gespräch!

00:53:37: Herzlichen Dank

00:53:37: Gerne, danke schön.

00:53:40: Und allen Zuhörerinnen Danke fürs dabei sein!

00:53:44: Folgen Sie uns auf der Podcast-Plattform ihrer Wahl und lassen sie uns eine Bewertung dar.

00:53:49: Bis zum nächsten Mal.

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